December 2011
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October 2011
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Photographien von Taiyo Onorato und Nico Krebs... →
August 2011
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Grabschrift der Schwalbe
Ich, die verwundete Schwalbe, drei Tage des Menschen
Genossin,
Sahe den schrecklichen Tod freundlicher werden und
starb:
Schwestern im Blau, fliegt schweigend hier...
Pause
Hinter den tiefsten Erinnerungen
Verwächst die Zeit;
Die alten Wege...
– Rudolf Borchardt: Ausgewählte Gedichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968, S. 40.
July 2011
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(…) Dann gehen Sie wieder einmal über die Straße, gebückt und verdrossen. Sie wissen. Man darf nicht sagen: Die Straße ist ein Ding, das… Aber Sie haben vergessen, was das eigentlich ist. Sie erinnern sich damals gesagt zu haben: “Etwas Vielverzweigtes, Geheimnisvolles und Rätselvolles mit Fallgruben und unterirdischen Gängen, versteckten Kerkern und vergrabenen Kirchen -...
June 2011
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Jean-Luc Nancy: Rühren - Berühren – Aufruhr.... →
ad ‘seelentaubhaut’, ein Jahr später.
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Terzinen über die Liebe
Sieh jene Kraniche in großem Bogen!
Die Wolken, welche ihnen beigegeben
Zogen mit ihnen schon, als sie entflogen
Aus einem Leben in ein andres Leben.
In gleicher Höhe und mit gleicher Eile
Scheinen sie alle beide nur daneben.
Dass also keines länger hier verweile
Dass so der Kranich mit der Wolke teile
Den schönen Himmel, den sie kurz befliegen
Und keines...
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Es ist also auch der Körper selbst, der Leib, “mein” Körper, der...
– Jean-Luc Nancy: Befremdliche Fremdkörper. In: Ausdehnung der Seele. Texte zu Körper, Kunst und Tanz. Ausgewählt und übersetzt von Miriam Fischer. Zürich-Berlin: diaphanes 2010, S. 43-58, hier S. 46 und 58.
April 2011
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WIR LAGEN
schon tief in der Macchia, als du
endlich herankrochst.
Doch...
– Paul Celan
In: Gesammelte Werke in sieben Bänden. Zweiter Band. Frankfurt: Suhrkamp 2000, S. 239
March 2011
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February 2011
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Spaziergang
Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,
dem Wege, den ich...
– Rainer Maria Rilke
In unserer Abwesenheit - es waren Tage, in denen ich wegen einer Arbeit sehr auf...
– aus: Walter Benjamins Archive. Bilder, Texte und Zeichen. Hg. vom Walter Benjamin Archiv. Suhrkamp 2006, S. 89 (Kap. 5: Opinions et pensées. Wörter und Redensarten des Sohnes).
January 2011
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Leonce: […] Wollen wir ein Theater bauen?
Lena lehnt sich an ihn und schüttelt den Kopf.
Aber ich weiß besser, was du willst, wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten, und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr […].
Georg Büchner: Leonce und Lena. Dritter Akt, dritte Szene. In: Georg Büchner: Dichtungen. Text und Kommentar. Klassiker Verlag, S. 128f.
thesenpapier II
TWAs “Fetischcharakter”- Aufsatz und der Abschnitt “Gesellschaft” in der Ästhetischen Theorie als Thema ⇏ Thesenpapier mit irgendwelchen Folgepfeilen.
Thesenpapier.
übermorgen mündliche prüfung ⇒ tumblr-posts.
Stellen wir uns endlich, zur Abwechslung, einen Verein freier Menschen vor...
– Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. MEW 23, Band I, S. 92.
Dürfen in der Kunst formale Charakteristiken nicht umstandslos politisch...
– Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie. Frankfurt 1970, S. 379
November 2010
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B[enjamin] gibt ein Knautschen von sich, jammert über sich und seinen Zustand,...
– Fritz Fränkel: Protokoll des Meskalinversuchs vom 22. Mai 1934, in: Hermann Schweppenhäuser (Hg. u.a.): Walter Benjamin – Gesammelte Schriften, Frankfurt am Main 1991, Band VI, S. 606. (via diesebastionbehrisch)
September 2010
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Kafka versündigt sich gegen eine althergebrachte Spielregel, indem er Kunst aus...
– Adorno, Theodor W., Aufzeichnungen zu Kafka, in: Ders., Kulturkritik und Gesellschaft I. Prismen, ffm 1977, S. 254 - 287, S. 262. (via maraschwahrz)
August 2010
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im gebirge →
im gebirge wollte ich mein kind auf die besonderheiten der passübergänge aufmerksam machen, um ihm eine stütze für seine angst zu geben, ein bild, das zeigt, dass kein gipfel erklommen werden muss, doch die kunst, den leichtesten übergang zu finden, stellt sich nicht von alleine ein. nur an kleists briefe erinnerte ich mich selbst, und zum ersten mal gelang es mir, den zeigefinger seiner...
“Bürgerliche Revolutionen, wie die des achzehnten Jahrhunderts, stürmen rascher von Erfolg zu Erfolg, ihre dramatischen Effekte überbieten sich (…).
Proletarische Revolutionen dagegen, wie die des neunzehnten Jahrhunderts, kritisieren beständig sich selbst, unterbrechen sich fortwährend in ihrem eigenen Lauf,kommen auf das scheinbar Vollbrachte zurück, um es wieder von neuem...
Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,
in denen ihr, dick unterstrichen,...
– “aus dem ja nun wohl ehrwürdigen, aber immer noch recht virilen Witz [eines Gedichts] von Erich Kästner” in: Theodor W. Adorno: Vorlesungen über Negative Dialektik, S. 32
(und weiter: “(…) Ich würde denken, dass in der nächsten Stufe der regressiven Ideologie es dann einfach...
Kapitel 2) Tanzstück # 2. Antonin Artaud liest den...
Faust: Du nennst dich einen Teil von mir und stehst doch ganz vor mir?
Mephisto: Bescheidne Wahrheit sprech‘ ich dir.
Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt,
gewöhnlich für ein ganzes hält –
Ich bin ein Teil des Teils der anfangs alles war
Faust I
(….)
Kapitel 2.1) „Was nie geschrieben wurde, lesen“: Darstellung als konstellatives Verhalten
„Alle Verdinglichung...
“Das Ich bedarf, damit es nur um ein Winziges über das Gefängnis hinausschaue, das es selber ist, nicht der Zerstreuung sondern der äußersten Anspannung. (…) Nicht die ästhetische Erschütterung ist Schein, sondern ihre Stellung zur Objektivität: in ihrer Unmittelbarkeit fühlt sie das Potential, als wäre es aktualisiert. Ergriffen wird das Ich von dem unmetaphorischen, den ästhetischen...
July 2010
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DIE HERZSCHRIFTGEKRÜMELTE Sichtinsel
mittnachts, bei kleinem...
– Paul Celan: Gesammelte Werke in sieben Bänden: Zweiter Band Gedichte II, S. 174
May 2010
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Auf den Blättern der Sterne lag der Knabe
Mond in silberner Ruh,
Und des...
– Robert Musil: Isis und Osiris.
In: Robert Musil, Gesammelte Werke I: Prosa und Stücke. Kleine Prosa. Aphorismen. Autobiographisches. Hg. von Adolf Frisé. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1978. S.465.
(via fextracts)
(via wirsinddiearche)
Seit Jahrzehnten höre ich, wie man sagt, im Traum Stimmen. Manchmal sind es...
– Jacques Derrida: Fichus. Frankfurter Rede, Wien 2003, S. 31f. (via diesebastionbehrisch)
ein erbe?
dies würde, so derrida ein paar seiten vorher, in dem beiden gemeinsamen verfahren bestehen,
„das Schwache, Verwundbare, in welcher Gestalt es auch auftreten mag, diese wehrlosen Opfer vor der...
portrait über glenn gould auf arte+7 (bis heute... →